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Ich bin dann mal wieder da

Nach 5 Wochen gehts heute nun zurück in die Heimat. Es war eine tolle Zeit, ich habe atemberaubende Küsten, Wiesen, Schafe, Klippen, Wanderwege und vieles vieles mehr gesehen. Jetzt heißs erstmal in Ilmenau ankommen, das Erlebte verarbeiten und ab nächste Woche Dienstag noch knappe 14 Tage Heimurlaub geniessen. Vielen Dank für die Kommentare und eure Besuche! Bis bald in Ilmenau oder Dresden ;)

270m in 2:39min

Gut gestaerkt machte ich mich am Nachmittag auf die Suche nach den Titanic Docks. Schon irgendwie komisch zu wissen, vor knapp 3 Wochen in Cobh die letzte Anlegestelle der Titanic gesehen zu haben, und jetzt hier zu im Nordosten zu sein. Um die unglaubliche Größe des Docks besser begreifen zu können, ging ich in normalen Schritttempo vom Anfang bis zum Ende. Ganze 2 Minuten und 39 Sekunden brauchte ich, wer immernoch keine Vorstellung hat – 26 Londoner Doppelstockbusse hintereinander geparkt. Nach diesen ganzen Eindrücken gings zurück in die Stadt vorbei an der rießigen Baustelle-dem Titanic Quartier-ein von der Größe her vergleichbares Stadtviertel wie die Hafencity in Hamburg. Zurück im Hostel lernte ich einen Spanier kennen, der zufälligerweise vor kurzem einen 1-jährigen Sprachaustausch in Dresden gemacht hatte. Irgendwie echt verrückt am letzten Abend mit einem spanischen Dresdenfan über die Neustadt, Bars und die Dresdner zu sprechen. Aber hier in Irland passieren ja sowieso ne Menge komischer Sachen :)

Ulster University Mensa Test

Nach den ersten Schritten im „Zentrum“ des Nordens machte ich einen kurzen Stop an der Ulster Universitaet. Ein sehr moderner hoher Bau mit vielen kleinen Lernraeumen, einer Biblitothek im Haus und 2 kleine Resturants die wohl hier die Mensa darststellen-was fuer ein Luxus! Ich natuerlich gleich mal geschaut und das Studi-Menue 1 im China-Resturant geordert – man brauch ja mal ne Abwechslung vom Fast Food :) Spaeter gibts mehr…

Causeway Kuestenwanderung

Bei strahlendem Sonnenschein ging es gegen 10 Uhr in Ballintoy los. Die 16km lange Strecke fuehrte mich die ganze Zeit an der Kueste entlang und endete an den „beruehmten“ Giants Causeways. Ich ueberstieg Zaeune, Berge von Steinen sowie Sand, traf eine Israelin aus dem Hostel aus Derry, bestaunte meterhohe Wellen an der wunderbaren White Park Bay, sah alte Haefen, Reste von einer Festung, ueberquerte Schaf und Kuhweiden, war manchmal nur 1m vom Abgrund entfernt, traf Iren die reden wollten :)  und erreichte schliesslich irgendwann gegen 15 Uhr die Causeways. Danach hatte ich nicht viel Zeit denn der Zug nach Belfast wartet in Coleraine auf mich. Kurz nach dem Einchecken im Hostel, traf ich auf der Strasse natuerlich wieder bekannte Gesichter – Francois und Phillip aus dem Hostel in Ballintoy. Ich sag nix mehr, mal sehen wer mir morgen begegnet?!?

Ballintoy hat 2 Bushaltestellen

Fuer die letzten Tage hatte ich mir ueberlegt nochmal in die „Einoede“ zu fahren und die Natur zu geniessen. Deshalb gings nach Ballintoy, nicht weit entfernt von den Giants Causeways und der Bushmills Whiskey Destillerie. Dorf ist fast uebertrieben, keinen Laden zum Einkaufen, ein paar Haeuserzeilen – dafuer 2 Pubs! Jedoch sehr schoen, da ein guter Ausgangspunkt fuer Ausfluege/Wanderungen und eine Kuh als Wecker am Morgen :) Im Hostel angekommen sah ich ein mir bekanntes Gesicht, ein Belgier den ich in Clifden am Fahrradverleih gesprochen hatte, erinnerte sich auch an mich – so klein ist die Insel. Ausserdem war ein Franzose namens Phillip mit im Zimmer, dessen Geburtstag wir am Abend noch im Pub zu dritt feierten. Uebrigens hat es seit 3 Tagen nicht mehr geregnet und ich geniesse traumhaften Sonnenschein-angeblich soll es sogar die ganze Woche so bleiben?!?

Derry ist ein Dorf ?

Meine Fuesse und der Bus trugen mich heute in ein „anderes“ Land – Nordirland, genauergesagt Derry (Londonderry), mit 100000 Einwohnern die zweitgroesste Stadt in Nordirland. Nach Stadbummel und dem Genuss der Liveuebertragung des ALL-Irland-Gaelic-Football-Finals, das Tyron nach einem spannendem Spiel fuer sich entschied ging ich in den Supermarkt. Dort sprach mich an der Kasse, ein nach Guiness riechender aelterer Ire an, woher ich denn komme. Wir entdeckten einige gleichklingende Wort in unseren Sprachen, er erzaehlte mir das man ein Landei wie ihn in Irland „Cutchie“ nennt das Derry nur ein Dorf ware indem sich jeder kennt und das in seiner Wohnung oefter die Scheiben mit Flaschen eingeschmissen werden. Sehr viele Infos in kurzer Zeit, aber wiedermal ein Beweis wie freundlich und gespraechig die Iren sind.

Donegal International

Ueber Sligo gings weiter nach Donegal, wo ich wiedermal in einem schoenen Hostel abstieg. Die Besitzerin war ein bisschen crazy und redet mit sich selbst – irgendwie machte sie das sympatisch :) Kaum angekommen wurde ich meinen Zimmerkameraden vorgestellt, Amit aus Israel, mit dem ich mich die naechsten 2 Stunden gut unterhielt. Dann wurde erstmal die „Stadt“ erkundet und gegessen. Als ich ins Hostel zurueckkam traf ich Amit wieder der sich gerade mit Kanadiern unterhielt und setzte mich dazu. Irgendwann verlegten wir die „Gesraechsrunde“ in den Pub, wo wir mal wieder Live-Musik und betrunkene Iren erlebten :)

No Magic – Rain!

Nach den wunderbaren Landschaften gestern und der doch etwas anstregenden Fahrt ueber die Berge wollte ich es heute ruhiger angehen. Die Skyroad, die 2. Tour von Richard, wartet auf mich – nur kam mir diesmal etwas Regen in die Quere! Ich fuhr natuerlich trotzdem durch den Nebel und die Wolken. Interessant war es allemal, da die Skyroad mich hoch auf die Berge fuehrte und ich theoretisch fantastische Aussicht gehabt haette :) Da ich etwas frueher im Hostel ankam, blieb noch ein wenig Zeit mit Richard zu reden. Er erzaehlte mir das er das Hostel erst vor 16 Jahren im Alter von 50 mit einem Startkapital von 3000 € eroeffnet hat – und ihn damals alle fuer verrueckt hielten :) Nach schwieriger Anfangsphase, geniesst er nun die Zeit als Hostelier, sein eigener Chef zu sein und viele Menschen zu treffen.

Magic Tour 1 – das 8.Weltwunder?!?

Bei wunderbarem Sonnenschein und blauem Himmel stand ich schon 10 Uhr vor der Tuer des Fahrradverleihs. Nur blieb diese noch weitere 15min geschlossen bis endlich jemand auftauchte und mir das Zweirad fuer schlappe 25 Euro fuer 2 Tage aushaendigte-diese Monpolisten :(

Nach kurzer Ruecksprache mit Richard entschied ich mich fuer die laengere (40km) Strecke. Der erste Teil fuehrte mich an der Atlantikkueste entlang, ich sah Fischern bei der Arbeit zu, Seehunde, wunderbare Straende, Klippen, Berge, kleine Haefen und ein paar Schafe. Der zweite Teil wurde anders- ich bog in eine verlassene geteerte Strasse dich mich nach Clifden fuehren sollte. Jetzt wurde es gefaerhlich! Ich hatte die Wahl zwischen wilder weiter Moorlandschaft linkerhand und den Bergen bzw. Weideland von Schafen rechts. Ich behielt die Nerven und blieb auf der mir vertrauten geteerten Strasse! Nach einer Weile standen mir Schafe im Weg die wohl Aerger suchten?! Ich schaffte es jedoch auszweichen, macht nebenbei noch ein paar Bilder und kam gegen 19 Uhr erschoepft im Hostel an. Morgen versuch ich die 2.Tour wenns die Beine mitmachen :)

Richards Magical Map

Von Galway aus ging es nach Clifden der „Hauptstadt“ von Connemara, einem riessigen Nationalpark. Im Brookside Hostel wurde ich herzlich von Richard dem Hostelier emfpangen. Wir hatten keine 10min gesprochen schon zeichnete er mir eine persoenliche Magic Map mit den wichtigsten Sehnswuerdigkeiten, Routen, Straenden, Schloessern, kleinen Staedten und big-big-big-Views. Die Map umfasst 2 Tagestouren sodass ich statt der einen Nacht wohl doch laenger bleibe :)

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